CapaPlex ist ein wasserverdünnbares, farbloses Dispersions-Grundiermittel zur Egalisierung fester Untergründe, die stark oder ungleichmäßig saugen. Speziell für Porenbetonflächen geeignet. Bei nachfolgenden Beschichtungen wird die Offenzeit durch eine CapaPlex-Grundierung merklich erhöht. Daneben auch als scheuerbeständiger, farbloser Überzug für Dispersionsfarben und Papiertapeten geeignet.
Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen. Angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.
In original verschlossener Verpackung mindestens 24 Monate haltbar.
Geeignete Untergründe
- Ungestrichener Porenbeton
- Saugende Untergründe
- Tapeten, gestrichene Wandbildner, Leimfarben
Der Untergrund muss frei von Verschmutzungen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
Die Untergrundprüfung erfolgt in Anlehnung an die Merkblätter Nr. 20 und 20.1 vom Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V.
Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.
Untergrundvorbereitung
Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Beschichtung erfolgt nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.
Schutzmaßnahmen:
Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.
Reinigung der Untergründe:
Verschmutzte Bereiche reinigen, nicht tragfähige Schichten mit geeigneter Methode entfernen. Gesetzliche Vorgaben beachten. Bei Behandlung mit Wasser ausreichende Trockenzeiten einhalten.
Mögliche Verfahren (nicht abschließend):
- Reinigung trocken: Abkehren, Abbürsten.
- Druckwasserstrahlen: max. Temperatur 60° C, max. Druck 60 bar.
- Reinigung mechanisch: Abbeizen, Abschleifen, Abschaben, lokaler Rückbau etc.
Hinweis Q2/Q3 Spachtelung / dünne Gipsschichten < 0,5mm:
Bei Verwendung gipshaltiger, hydraulisch abbindender Spachtelmassen in der Qualitätsstufe Q2/Q3 wird eine transparente, wässrige Grundierung empfohlen. Hierzu verweisen wir auf das Maler&Lackierer Merkblatt Nr. 2 -9/2020 "Haftfestigkeitsstörungen von Beschichtungen auf verspachtelten Gips(karton)platten" des Bundesverbandes Farbe, Gestaltung, Bautenschutz und des Bundesausschusses Farbe und Sachwertschutz. Alternativ zur gipshaltigen Q3 Spachtelung haben sich Spachtelungen mit pastösen Spachtelmassen bewährt.
Auftragsverfahren
Material gut aufrühren.
Flächen zügig, ohne Unterbrechung bearbeiten.
Auf streiflichtbegünstigten Flächen können Unebenheiten und Rollerspuren nicht sicher ausgeschlossen werden.
Auftrag mit Pinsel / Bürste / Rolle
- Rolle kurzflorig 9-12 mm
- Beim Aufrollen können sich auf glatten Flächen Rollstreifen bilden, diese im nassen Zustand mit einer Bürste verschlichten.
Beschichtungsaufbau
Saugende Untergründe
Normal saugend: mit 1–2 Teilen Wasser verdünnt.
Stark saugend: mit 3–4 Teilen Wasser verdünnt, ggf. zweimal auftragen.
Ungestrichener Porenbeton
Innen und Außen anwendbar: mit 3 Teilen Wasser verdünnt.
Glanzüberzüge mit CapaPlex innen:
Seidenglänzende Überzüge: 1-2 mal unverdünnt auftragen.
Seidenmatte Glanzüberzüge / Tapetenschutzüberzug: 1-2 mal verdünnt mit 1–2 Teilen Wasser auftragen.
Matte Überzüge: 1-2 mal verdünnt mit 4 Teilen Wasser auftragen.
Bei Glanzüberzügen empfiehlt sich eine Musterfläche anzulegen um den Glanzgrad zu ermitteln. Glanzgrad erst nach vollständiger Trocknung beurteilen.
Verbrauch
- Ca. 50-200 ml/m2 pro Arbeitsgang auf glattem Untergrund.
Auf rauen, saugfähigen Flächen entsprechend mehr. Exakten Verbrauch durch Probebeschichtung ermitteln.
Verarbeitungsbedingungen
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen
nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
Auf das Merkblatt "Verputzen, Wärmedämmen, Spachteln, Beschichten bei hohen und niedrigen Temperaturen" vom Bundesverband Ausbau und Fassade wird verwiesen.
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.
Trocknung/Trockenzeit
Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Umgebungsbedingungen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich.
Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.
- überarbeitbar nach ca. 12 Stunden
Werkzeugreinigung
Sofort nach Gebrauch mit Wasser unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften.